ruhe stille du bist gerad' hochgeschreckt
irgendein knall hat dich aus deinem tiefschlaf geweckt
was es ist sitzt du aufrecht und lauschst
du weisst nicht was es ist und bekommst es mit der angst
denn du merkst es ist was em du dich nicht entziehen kannst
ein komisches gefuhl geht dir durch magen und bein
was kann das denn sein auf einmal horst du leute schrein
sie verstummen oder werden lauter oder es kommen neue dazu
du weisst nicht was abgeht warum alles durchdreht
sirenen gehen an panik macht sich in dir breit
du stehst auf und versuchst etwas zu erkennen in der dunkelheit
zitternd bewegst du dich in richtung licht doch es funktioniert nicht
auf einmal wird draussen alles hell wie vom blitz alles grell
dein herz beginnt zu rasen und schnell
gehst du zum fenster raus und du siehst einen atompilz wie er empor schiesst
ich seh die massen von menschen
denn keine richtung ist da die stimmt
geschrei hetze und trauer
denn die letzte stunde ist fur uns und diesen tag bestimmt
das chaos ist da denn der mensch offenbart sich als wild
von der panik getrieben und gefullt
selbst in der letzten stunde wird die gier gestillt
kein zusammenhalt plunderungen vergewaltigungen und das bild
des menschen dass ich jetzt seh ist vollkommen klar
der mensch sich selbst seine grosste gefahr
hielten wir kleinheit vor uns geheim
und nahmen grossenwahn als mittel zur verdrangnis
den sinn des lebens strebend immer am fortschritt entlang
machten wir aus unserer welt ein gefangnis
und die zeit in der todeszelle ist nun vergangen
und anscheinend war der sinn nur der untergang
fragen uber fragen und ich mache mein fenster auf
seh' hinaus spring hinaus bevor ich amok lauf
am anfang vom untergang lachte ich dachte ich
mich zu freuen musste es bald bereuen
hielt es fur einen neuen beginn
ein sieb fur menschen alles schlechte bliebe darin
aber seh' ich hin seh 'ich das schlechte gewinn'
in unterirdischen villen chillen siechen sie fett dahin
die unschuld schenkt dem mitlaufertum einen letzten blick
mit tranen in den augen dann schliesst sich fur beide der strick
wer waren wir wem haben wir das leben anvertraut
man hat uns unserer evolution beraubt
bedeckt mit strahlendem staub liegt ein traum
unwissend uber den grund unserer erwachenden rasse"