Nektar
Nocte Obducta - Nektar Teil 2
Mein denken tropft verträumt wie Honig
und das Glas in meiner Hand
Es träumt von Rauchgold und der Sonne
starr zerfließt die bleiche Wand
Dort draußen auf dem See treibt viele Stunden schon der Mond dahin
Und schenkt der Herbstnacht fahle Blicke voller Weisheit ohne Sinn
Wäre Blut für einen Brief
doch der See ist schwarz und tief
Und voll der schweren Worte
doch irgendwann spült der See sie sicher an
Wünsche glüh'n am Firmament
wann immer ich mich dorthin wende
Manchmal stürzt ein Stern herab und fällt verträumt in meine Hände
Heute Nacht kann ohne je zu stürzen ich mich fallen lassen
Während Sterne weiterziehen und am Horizont verblassen
Vielleicht bist du die Sonne
die mich morgen am Horizont grüßt
Vielleicht das Licht nach Nächten voller Leere
Vielleicht ist alles nur ein Traum
vielleicht ein vorbestimmter Lauf
die Sonne geht an mehr als nur an einem Morgen auf
Von draußen greift der junge Herbst wieder nach den einsamen Herzen
und spürt wieder der Sehnsucht Schmerzen
Denn solange Wunden pochen
Narben unsre Seelen zieren
Fließt noch Blut und strömt noch Geist
so lasst uns etwas Zeit verlieren